Mein Fazit vorweg: iRacing Arcade sollte man nicht vorschnell als genauso kompromisslosen Simulator wie das originale iRacing einstufen, sondern als Rennspiel betrachten, in dem sich viele Kategorien unkompliziert gegeneinander ausprobieren lassen. Ich habe Menüs und Strecken geprüft und FIAT 500 CHALLENGE, 911 GT3 CUP, TOURING CAR, FORMULA GP, GTP, LMP2, FORMULA JUNIOR sowie Time Attack durchgespielt. Ob eine PS5-Version erscheint, welche Plattformen aktuell unterstützt werden, was es kostet und welche Fahrzeuge und Strecken vollständig enthalten sind, lässt sich anhand dieser Grundlage allerdings nicht abschließend bestätigen.

Fazit: iRacing Arcade sollte als eigener Einstieg gesehen werden
Mein Fazit zuerst: iRacing Arcade sollte man weniger als geschrumpfte Ausgabe des originalen iRacing betrachten, sondern als eigenständigen Titel, der Rennen in mehreren Kategorien zugänglich vermitteln will.
Diesmal habe ich Menüs, Fahrzeuge und Strecken geprüft und anschließend FIAT 500 CHALLENGE, Freies Spiel und Time Attack nacheinander gespielt. Im Freien Spiel bin ich 911 GT3 CUP, TOURING CAR, FORMULA GP, GTP, LMP2 und FORMULA JUNIOR direkt hintereinander gefahren.
Weil man vom leistungsschwachen Kleinwagen bis zu Formel- und Prototypenfahrzeugen alles unmittelbar ausprobieren kann, richtet sich das Spiel eher an Leute, die erfahren wollen, wie unterschiedlich sich die Fahrzeuge fahren, als an Spieler, die eine einzige Kategorie bis ins Detail meistern wollen.
Allein wegen des Namens „iRacing“ dieselbe Physik, denselben Wettbewerbsmodus und dieselbe Online-Umgebung wie beim Original zu erwarten, wäre jedoch voreilig. Auch zum Thema PS5 sollte man den aktuellen Veröffentlichungsstatus nicht allein aus Gerüchten oder früheren Ankündigungen ableiten.
Das Gesamtbild von iRacing Arcade nach dem ersten Anspielen
Zuerst wollte ich mir einen Überblick verschaffen: Welche Fahrzeuge kann man fahren, welche Strecken wählen und welche Spielarten nutzen? Ich habe nicht nur kurz ins Menü geschaut, sondern Fahrzeuge und Strecken kontrolliert und bin danach durch Challenge, Freies Spiel und Time Attack gegangen.
Wichtig ist hier, den Titel nicht allein anhand des Namensbestandteils „iRacing“ zu bewerten. Beim Original steht das kompetitive Erlebnis im Mittelpunkt: anspruchsvolles Fahrverhalten verstehen und Online-Rennen sauber austragen. Bei Arcade ist gerade der schnelle Wechsel zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen ein leicht verständlicher Einstieg.
Vom Kleinwagen bis zum Prototypen direkt vergleichen
Ich habe diesmal die Fahrzeugkategorien FIAT 500, 911 GT3 CUP, TOURING CAR, FORMULA GP, GTP, LMP2 und FORMULA JUNIOR geprüft.
| Geprüftes Fahrzeug / Kategorie | Getesteter Modus | Worauf ich beim Vergleich achte |
|---|---|---|
| FIAT 500 | CHALLENGE | Linienwahl statt bloßer Höchstgeschwindigkeit |
| 911 GT3 CUP | Freies Spiel | Einlenken und Herausbeschleunigen eines Sportwagens |
| TOURING CAR | Freies Spiel | Die Zugänglichkeit eines Tourenwagens |
| FORMULA GP | Freies Spiel | Reaktionen bei hohem Tempo |
| GTP | Freies Spiel | Das Geschwindigkeitsgefühl eines Hochleistungsprototypen |
| LMP2 | Freies Spiel | Charakterunterschiede zwischen Prototypen |
| FORMULA JUNIOR | Freies Spiel | Grundlegende Fahrtechnik mit einem einfachen Fahrzeug |
Diese Liste kann ich allerdings nicht als vollständige, aktuell gültige Fahrzeugliste bestätigen. Ich nenne hier nur Fahrzeuge und Kategorien, die ich in diesem Durchgang nachweislich gefahren bin.
Der Fahrzeugwechsel wird selbst zur Fahrinformation
Der Reiz eines Rennspiels besteht nicht nur darin, dass die Höchstgeschwindigkeit steigt. Entscheidend ist, was sich beim Fahrzeugwechsel verändert: Wo muss ich bremsen? Wie stark muss ich einlenken? Wann kann ich wieder ans Gas? Genau diese Unterschiede wahrzunehmen, ist wichtig.
Ich habe immer wieder betont: Um schnell zu fahren, darf man nicht einfach abrupt viel Lenkwinkel geben. Man muss den Punkt finden, an dem der Vorderreifen Grip aufbaut und das Auto tatsächlich zu drehen beginnt. Das gilt nicht nur für anspruchsvolle Sims, sondern auch für Rennspiele, in denen man die Unterschiede zwischen Fahrzeugen erleben soll.
Darin liegt auch der Sinn, in Arcade Kategorien mit großer Bandbreite zu vergleichen. Nicht dieselben Eingaben auf jedes Auto übertragen, sondern die Fahrweise an die jeweilige Reaktion anpassen: Ob diese Unterschiede erkennbar umgesetzt sind, ist für mich ein zentraler Bewertungsmaßstab.
Warum es sinnvoll ist, mit FIAT 500 CHALLENGE zu beginnen
Als ersten Renneinsatz habe ich FIAT 500 CHALLENGE gewählt. Ich habe dieselbe Challenge in zwei Abschnitten gespielt und bin danach zu Freiem Spiel mit leistungsstärkeren Fahrzeugen gewechselt.
Bei Kleinwagenrennen kann man nicht allein mit spektakulärer Endgeschwindigkeit gewinnen. Sie sind deshalb ein guter Einstieg, um Linienwahl und das Mitnehmen von Geschwindigkeit zu prüfen. Erst Bedienung und Rhythmus des Spiels zu verstehen und danach die Unterschiede zu schnelleren Kategorien zu erleben, ist sinnvoller, als sofort in FORMULA GP oder GTP einzusteigen.
Details zu Siegbedingungen, Schwierigkeitsoptionen, KI-Stärke oder Belohnungen der Challenge kann ich auf Basis der hier vorliegenden Informationen jedoch nicht verbindlich bestätigen.
Sechs Kategorien nacheinander im Freien Spiel geprüft
Nach FIAT 500 CHALLENGE habe ich im Freien Spiel sechs Fahrzeugtypen und Kategorien direkt nacheinander ausprobiert: 911 GT3 CUP, TOURING CAR, FORMULA GP, GTP, LMP2 und FORMULA JUNIOR.
Der Vorteil des Freien Spiels ist, dass man nicht an den Fortschritt eines einzelnen Events gebunden ist und sich leichter auf die Unterschiede der Fahrzeuge konzentrieren kann. Besonders wenn man schnelle Kategorien wie FORMULA GP, GTP und LMP2 direkt im Anschluss an FORMULA JUNIOR fährt, lassen sich nicht nur die Geschwindigkeitsbereiche, sondern auch die Reaktionen des Autos auf Eingaben vergleichen.
Wenn ich das originale iRacing bewerte, achte ich besonders auf Reifengrenzen, Lastwechsel, Rückmeldungen vom Asphalt und darauf, wie konsequent das Spiel falsche Eingaben bestraft. Für Arcade bleiben das wichtige Vergleichspunkte, aber ich verlange nicht dieselbe Härte. Entscheidend ist, ob trotz vereinfachter Informationen die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen klar vermittelt werden.
Time Attack als Maßstab, um die eigene Fahrweise zu überprüfen
Nachdem ich mehrere Kategorien ausprobiert hatte, bin ich auch Time Attack gefahren. Im Rennen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Position zu den Gegnern; in Time Attack kann ich dagegen meine Bremspunkte, Linie und Gasannahme Runde für Runde überprüfen.
Wenn ich an einer Zeit arbeite, suche ich nicht einfach nur nach einer langsamen Kurve. Ich achte darauf, ob ich warten kann, bis die Vorderreifen wirklich einlenken, ob ich das Auto in der Einfahrt nicht gewaltsam drehe und ob ich beim Herausbeschleunigen die Traktion an der Hinterachse nutzen kann.
Wer Arcade als lockeres Spiel spielt, muss nicht zwingend auf Zeitenjagd gehen. Wiederholt man aber dieselbe Strecke mit demselben Fahrzeug, wird dieser Modus zu einem guten Werkzeug, um nachzuvollziehen, wie die eigenen Eingaben das Ergebnis beeinflussen.
Was unterscheidet es vom originalen iRacing?
Beim originalen iRacing habe ich seit Langem hervorgehoben, wie strikt es mit Eingaben umgeht, die man nicht machen darf. Falsche Curbs, schlechte Downshifts, unpassende Lastwechsel oder ein falscher Gaseinsatz zeigen sich sofort und deutlich im Fahrverhalten.
Bei iRacing gibt es Dinge, die man nicht machen darf – und die darf man dann auch wirklich nicht machen. Was man tun muss, muss man auch tun.
Diese Strenge ist eine Stärke des Originals, zugleich aber auch eine Hürde für Einsteiger. Bei Arcade kommt es darauf an, wie viel vom Spaß am Fahren und am Aufbau eines Rennens übrig bleibt, während diese Hürde niedriger gesetzt wird.
Wer die Wettbewerbsseite und das Fahrverhalten des originalen iRacing genauer kennenlernen möchte, sollte auch iRacing Review|Ist die PC-Simulationsspitze dem echten Rennsport am nächsten? lesen. So lassen sich beide Titel weniger leicht miteinander verwechseln.
Was sich seit meiner Sorge bei der ersten Ankündigung verändert hat
Als iRacing Arcade erstmals angekündigt wurde, war ich ziemlich überrascht. Unter dem Namen iRacing hatte ich einen ernsthaften Konsolen-Simulator erwartet, stattdessen erschien ein Titel, der auf einen anderen, eher zugänglichen Markt zielt.
In den frühen Informationen war von einer Partnerschaft mit Original Fire Games und einem Konzept auf Basis von Circuit Superstars die Rede. Wer eine direkte Konsolenumsetzung des originalen iRacing erwartet hatte, musste den Unterschied in der Ausrichtung daher als groß empfinden.
Es wäre aber genauso falsch, ein fertiges Spiel allein nach dem ersten Ankündigungseindruck zu bewerten. Diesmal habe ich die Menüs tatsächlich geprüft, Challenge, Freies Spiel und Time Attack gespielt und mehrere Kategorien ausprobiert. Zumindest muss man es als Titel beurteilen, der eine andere Art zu spielen als das Original bieten will.
Stärken und Punkte, die mich beschäftigen
Im Rahmen dessen, was ich diesmal überprüfen konnte, zeichnet sich der Titel dadurch aus, dass man nicht nach einem einzigen Fahrzeug ein Urteil fällen muss, sondern verschiedene Kategorien und Modi durchlaufen kann. Zwischen dem Erlebnis, das man mit dem Namen „iRacing“ verbindet, und der Richtung, die Arcade einschlägt, besteht jedoch Abstand.
Bei der Bewertung sollte es deshalb nicht nur darum gehen, ob es „realistischer als das Original“ ist. Wichtiger sind Fragen wie: Ändert sich die Bedienung und die Art, ein Rennen aufzubauen, wenn ich das Fahrzeug wechsle? Und lassen sich die Eigenheiten der einzelnen Kategorien auch in kurzen Sessions genießen?
Stärken
- Von FIAT 500 über Formelwagen bis GTP und LMP2 lassen sich Kategorien mit sehr unterschiedlichem Charakter ausprobieren.
- Challenge, Freies Spiel und Time Attack zeigen verschiedene Spielweisen.
- Im Freien Spiel kann ich Fahrzeugunterschiede vergleichen, ohne an den Fortschritt eines Events gebunden zu sein.
- Für Spieler, denen das originale iRacing zu schwierig ist, kann es ein anderer Einstieg sein.
- Der Wechsel von langsameren Autos zu Hochgeschwindigkeitskategorien macht die Unterschiede in der Bedienung schrittweise nachvollziehbar.
Punkte, die mich beschäftigen
- Wer vom Namen „iRacing“ dasselbe Fahrverhalten oder Wettbewerbssystem wie beim Original erwartet, kann die Ausrichtung leicht missverstehen.
- Auf Basis dieser Informationen lässt sich keine vollständige Liste aller Fahrzeuge und Strecken bestätigen.
- Veröffentlichungsstatus der PS5-Version, unterstützte Geräte und Kompatibilität kann ich nicht verbindlich bestätigen.
- Details zu Online-Funktionen, Rating und Schadensdarstellung sind nicht bestätigt.
- Wie umfassend Reifen, Lastwechsel und Streckenrückmeldungen – beim Original besonders wichtig – nachgebildet werden, lässt sich allein anhand der vorliegenden Zusammenfassung nicht abschließend beurteilen.
Können arcadeartige Zugänglichkeit und iRacing-Charakter zusammenpassen?
Ich halte eine arcadeartigere Ausrichtung nicht grundsätzlich für einen Nachteil. Entscheidend ist, ob die Vereinfachung der Bedienung dazu führt, dass sich jedes Fahrzeug gleich anfühlt.
Auch beim Vergleich von GT7 und iRacing habe ich festgestellt, dass nicht nur die exakte Nachbildung echter Fahrzeuge zählt. Fahrhilfen, die vielen Menschen das Fahren ermöglichen, und die Qualität als Spiel haben einen eigenen Wert. Selbst wenn die Härte reduziert wird, bleibt der Reiz, Autofahren zu lernen, erhalten, solange die Verbindung zwischen Bremsen, Einlenken und Herausbeschleunigen nachvollziehbar bleibt.
Wenn sich der iRacing-Charakter dagegen nur auf den Namen stützt und die Unterschiede zwischen Fahrzeugen oder ihre Reaktionen auf Eingaben zu schwach ausfallen, wäre das enttäuschend. Was ich von Arcade möchte, ist nicht dieselbe Schwierigkeit wie beim Original, sondern dass innerhalb der einfachen Bedienung nachvollziehbare Gründe erhalten bleiben, warum sich ein Auto so bewegt, wie es sich bewegt.
Für wen eignet sich iRacing Arcade – und für wen nicht?
Auch wenn beide den Namen iRacing tragen, sollte man beim Original und bei Arcade unterschiedliche Erwartungen an die Spielweise haben. Ob man viele Fahrzeuge locker ausprobieren oder anspruchsvolles Fahrverhalten und Online-Wettbewerb tiefgehend verfolgen möchte, verändert die Wahl.
Geeignet für
- Spieler, die Kleinwagen, GT-Fahrzeuge, Tourenwagen, Formelwagen und Prototypen breit gefächert vergleichen möchten.
- Spieler, die erst einmal unkompliziert Rennspiele erleben wollen, bevor sie in das originale iRacing einsteigen.
- Spieler, die neben Challenges auch Freies Spiel und Time Attack fahren möchten.
- Spieler, die mehr Freude an den Veränderungen beim Fahrzeugwechsel haben als daran, eine einzelne Kategorie bis ins Letzte zu meistern.
- Spieler, die sowohl arcadeartige Zugänglichkeit als auch ein Motorsport-Thema suchen.
Weniger geeignet für
- Spieler, die identisches Fahrverhalten, Rating und Online-Wettbewerb wie im originalen iRacing erwarten.
- Spieler, die Reifen- und Fahrwerksinformationen detailliert auswerten und Setups langfristig abstimmen möchten.
- Spieler, die ausschließlich eine bestimmte Kategorie intensiv trainieren wollen.
- Spieler, für die eine bestätigte PS5-Veröffentlichung oder Kompatibilität mit einem Sim-Racing-Lenkrad eine Kaufvoraussetzung ist.
Insbesondere wer auf PS5 spielen möchte, sollte sich nicht auf Gerüchte oder frühere Planungen verlassen. Prüft vor der Entscheidung die offiziellen Angaben zur Veröffentlichungsplattform und zu den unterstützten Geräten.
