- 1. Mein Urteil in 30 Sekunden
- 2. Der Wert der Sprint liegt in ihrem mehr als überzeugenden Realismus
- 3. Die Einbaubedingungen haben allerdings enormen Einfluss
- 4. Im Vergleich mit Ultimate+ zeigt sich der Unterschied zwischen „vollkommen ausreichend“ und „noch mehr“
- 5. Ihre Schwäche: Ohne Abstimmung kommt ihr Potenzial schwer zur Geltung
- 6. Für wen sie geeignet sind
- 7. Für wen sie nicht geeignet sind
- 8. Fazit
- 9. Als Nächstes lesen
Mein Urteil in 30 Sekunden
Die Heusinkveld Sprint sind auf diesem Kanal „hochwertige Pedale, bei denen für viele bereits Schluss mit der Suche sein kann“. Zwar kommt der Vergleich mit noch höher positionierten Modellen wie den Ultimate+ auf, doch die Sprint selbst sind äußerst ausgereift und werden als Pedale eingeordnet, mit denen bei sorgfältiger Abstimmung sehr realistisches Bremsen möglich ist.
Allerdings sind sie nicht einfach ein Produkt, das man hinstellt und mit dem sofort jeder das bestmögliche Ergebnis erzielt. Gerade weil der Einstellbereich groß ist, muss man selbst die Montage, den Winkel, die Steifigkeit der Pedalplatte und das Pedalgefühl bis zu einem gewissen Grad passend abstimmen. Die Sprint sind also einerseits Hardware mit echtem High-End-Potenzial, andererseits aber auch Hardware, die nach sorgfältigem Setup verlangt.
Wenn ihr euren Blick auf weitere Optionen erweitern möchtet, schaut euch auch den Assetto-Corsa-EVO-Test: Reifenmodell, GT7-Vergleich und die Chance auf eine PS5-Version sowie den offiziellen Leitfaden zu den Spezifikationen des Logicool G RS50: 8 N·m sowie PS5- und PC-Kompatibilität an.
Der Wert der Sprint liegt in ihrem mehr als überzeugenden Realismus
Warum die Sprint so hoch bewertet werden, liegt vor allem an der Auslegung der Bedienelemente – insbesondere der Bremse. Ihre Präzision ist klar höher als bei günstigen Pedalen, und die Kontrolle über den Pedaldruck lässt sich leichter aufbauen. Dass die Sprint auf diesem Kanal selbst im Kontext von Vergleichen mit höherklassigen Pedalen konstant eine echte Option bleiben, zeigt, wie stark ihre Grundlage ist.
Gegen noch teurere Modelle wie die Ultimate+ gibt es Unterschiede, aber diese fallen nicht immer so groß aus wie der Preisunterschied. Deshalb trifft es die Praxis besser, die Sprint nicht als „Einstieg ins High-End“ zu sehen, sondern als ein sehr ernsthaft nutzbares, ausgereiftes Produkt.
Die Einbaubedingungen haben allerdings enormen Einfluss
Bei der Bewertung der Sprint darf der Einfluss des Setups nicht fehlen. Steifigkeit der Pedalplatte, Pedalwinkel, Fußabstand und das Gefühl beim ersten Antreten: Schon kleine Bedingungen können den Eindruck deutlich verändern. Auch in den Videos geht es nicht darum, dass die Sprint an sich schlecht wären, sondern darum, dass ihre Wirkung stark davon abhängt, wie und wo sie montiert sind und wie man sie tritt.
Das ist einerseits ein Schwachpunkt, andererseits aber auch ein Merkmal ernsthafter Hardware. Sie bieten nicht die unkomplizierte Zugänglichkeit eines fertig abgestimmten Gamepads, sondern geben umso mehr zurück, je besser man die Umgebung für sie aufbaut.
Im Vergleich mit Ultimate+ zeigt sich der Unterschied zwischen „vollkommen ausreichend“ und „noch mehr“
Im Vergleich taucht häufig die Beziehung zu den Ultimate+ auf. Die Ultimate+ sind bei der Steifigkeit und bei dem dem realen Auto näheren, massiveren Gefühl in einigen Punkten überlegen. Das heißt aber nicht, dass die Sprint plötzlich unzureichend wirken. Auch der Tenor auf diesem Kanal bleibt klar: Die Sprint sind weiterhin stark und bleiben unter Berücksichtigung des Preisunterschieds oft der realistische Favorit.
Die Sprint sind also keine „Kompromissversion“. Ihre Stärke ist die ausgewogene Leistung, mit der sie auch dann noch bestens bestehen, wenn man die Unterschiede zum höherklassigen Modell kennt.
Ihre Schwäche: Ohne Abstimmung kommt ihr Potenzial schwer zur Geltung
Die Schwäche der Sprint besteht darin, dass nicht jeder sofort nach der Installation von ihnen profitiert. Fehlt es der Montage an Steifigkeit, geht ein Teil des guten Gefühls verloren. Stimmen Winkel oder Position nicht, lässt sich auch die eigentliche Stärke bei der Bremskontrolle nur schwer ausschöpfen.
Für Menschen, die Pedale dieser Preisklasse grundsätzlich nicht brauchen, sind sie außerdem schlicht überdimensioniert. Bei Gelegenheitsspielern oder solange das Setup am Lenkrad noch nicht steht, besteht die Möglichkeit, dass man den Wert der Sprint nicht vollständig nutzen kann.
Für wen sie geeignet sind
Geeignet sind sie für alle, die ihre Bremsarbeit ernsthaft verbessern wollen. In Umgebungen wie iRacing, in denen Bremspräzision wichtig ist, oder für Fahrer, die ihr gesamtes Setup einschließlich Wheelbase und Rig sorgfältig optimieren möchten, passen sie sehr gut. Als Einstieg in die Welt hochwertiger Pedale sind sie ein äußerst starker Hauptkandidat.
Für wen sie nicht geeignet sind
Weniger geeignet sind sie dagegen für Menschen, die beim Aufstellen sofort nur einen dramatischen Unterschied erwarten, oder deren Rig noch nicht ausreichend steif ist. Die Sprint sind stark von der Umgebung abhängig; ohne eine solide Basis ist es schwierig, ihre eigentlichen Vorzüge herauszuholen.
Fazit
Nach allem, was ich auf diesem Kanal gesehen habe, sind die Heusinkveld Sprint nicht bloß ein Einsteigermodell, das einen Fuß in die Oberklasse setzt, sondern bereits sehr ausgereifte, ernsthafte Pedale. Selbst wenn es mit den Ultimate+ noch eine höhere Option gibt, ist der Wert der Sprint an sich mehr als groß genug.
Wichtig ist, die Sprint nicht isoliert zu betrachten, sondern sie zusammen mit der Steifigkeit ihrer Montage, dem Winkel und der Position zu bewerten. Baut man sie unter diesen Voraussetzungen auf, sind die Sprint für viele ein Pedalset, das dem persönlichen Endgame sehr nahekommt und lange genutzt werden kann. Stellt man sie hingegen einfach irgendwo hin und urteilt dann über ihr Potenzial, verschenkt man einen großen Teil dessen, was diese Hardware ausmacht.