Thrustmaster T-GT II Test: In GT7 schneller als DD1 – das stärkste Riemenlenkrad

Thrustmaster T-GT II Test: In GT7 schneller als DD1 – das stärkste Riemenlenkrad

Mein Fazit vorweg: Das Thrustmaster T-GT II ist auch 2026 noch eine valide Wahl als das Sim-Racing-Lenkrad, mit dem sich in Gran-Turismo-Titeln die schnellsten Zeiten fahren lassen. Mit einem Gerätepreis von rund 120.000 Yen liegt es in derselben Klasse wie das DD Pro. Der Antrieb arbeitet mit Riemen und muss bei unverfälschtem Fahrgefühl sowie Force-Feedback-Auflösung einem Direct-Drive-Sim-Racing-Lenkrad den Vortritt lassen. In meinen Fahrtests zeigte sich aber ein überraschendes Ergebnis: In GT7 fuhr ich mit ihm schnellere Zeiten als mit dem Fanatec Podium DD1 (rund 270.000 Yen).

In diesem Artikel ordne ich das T-GT II ein, das in 36 Videos auf dem Picar-Kanal vorkam. Für fortgeschrittene bis ambitionierte Fahrer, deren Haupttitel GT7 / GT Sport sind, geht es dabei vor allem um das Gefühl der „Leichtigkeit“, die Linearität der Pedale und darum, was ein auf ein Spiel zugeschnittenes Konzept in der Praxis bedeutet.

Meine Einschätzung in 30 Sekunden

Mein Fazit aus den Erwähnungen in 36 Videos auf dem Picar-Kanal: Das Thrustmaster T-GT II ist eine der besten Lösungen, um in GT7 / GT Sport Bestzeiten anzugreifen. Auf dem Datenblatt liegt es hinter DD Pro / DD1. Sein leichtgängiges Handling und die lineare Kontrolle der Lastverlagerung über die Pedale führen jedoch letztlich dazu, dass sich damit leichter Zeiten fahren lassen. Kaum ein anderes Lenkrad zeigt so deutlich: „Das Stärkste“ ist nicht automatisch „das Schnellste“.

Die Praxistests im Video ansehen

[Gran Turismo 7] Alle neun kompatiblen Sim-Racing-Lenkräder im Test
[Gran Turismo 7] Vergleich im schnellsten Lenkrad-Timestrial liefert ein verblüffendes Ergebnis

Was ist das Thrustmaster T-GT II? – Das Spitzenmodell mit Riemenantrieb

Das T-GT II ist das Flaggschiff von Thrustmaster und speziell für die Gran-Turismo-Reihe ausgelegt.

Thrustmaster TGT2: Auch das TGT2, das Flaggschiff von Thrustmaster, ist in dieser Preisklasse angesiedelt. Es ist ein Sim-Racing-Lenkrad mit Riemenantrieb und mit PS5 kompatibel. Preis: rund 120.000 Yen, also dieselbe Klasse wie das CSL DD Pro. Im Vergleich zum Direct-Drive-CSL-DD-Pro liegt es allerdings bei Reaktionsverhalten und Präzision des Force Feedback etwas zurück.

— aus dem Picar-Kanal-Video „[Gran Turismo 7] Alle neun kompatiblen Sim-Racing-Lenkräder im Test

Beim Vergleich von Datenblatt und Antriebsart liegt das T-GT II also hinter dem DD Pro. Dass es bei GT-Titeln dennoch weiterhin so häufig gewählt wird, hat einen klaren Grund – und genau das habe ich im folgenden Fahrtest untersucht.

Grunddaten

Merkmal Details
Marke Thrustmaster
Serie T-GT (für Gran Turismo optimiert)
Antriebsart Riemenantrieb
FFB Ja (für GT-Titel optimiert)
Gerätepreis Rund 120.000 Yen
Mitgelieferte Pedale 3 Pedale (inklusive Kupplung, Potentiometer)
Unterstützte Plattformen PlayStation 5 / PlayStation 4 / PC
Partnerschaft Polyphony Digital (Entwickler von Gran Turismo)

Überraschendes Ergebnis auf der Strecke – schneller mit T-GT II als mit DD1

Was das T-GT II ausmacht, wurde in meinem direkten Time-Attack-Vergleich mit dem DD1 deutlich. Unter identischen Bedingungen erzielte ich mit dem T-GT II 19,6 Sekunden – deutlich schneller als die 20,4 Sekunden mit dem DD1.

Wechsel auf das Thrustmaster T-GT II: Das Erste, das mir beim Anfassen auffiel, war diese „Leichtigkeit“. Sowohl Lenkrad als auch Pedale sind sehr leichtgängig; das war ein völlig anderes Bediengefühl als bei Fanatec und hat mich überrascht. Es fühlt sich fast an, als würde ich einen Gamecontroller bedienen. Auch Gas- und Bremsweg lassen sich mit wenig Kraft schnell und präzise betätigen. Man kann das Auto intuitiv steuern, beinahe so, als drücke man Tasten auf einem Controller. Gerade beim Bremsen lassen sich ein schneller Pedaltritt und feine Kontrolle gut verbinden; so wurden Bremsmanöver möglich, die mir zuvor schwerfielen.

— aus dem Picar-Kanal-Video „[Gran Turismo 7] Vergleich im schnellsten Lenkrad-Timestrial liefert ein verblüffendes Ergebnis

„Wie mit einem Gamecontroller“ und „das Auto intuitiv steuern“ mögen für Simulationsfans zunächst ungewöhnlich klingen. Genau darin liegt in GT7 aber auch ein Schlüssel zu schnellen Runden.

Und im Time Attack mit diesem T-GT II konnte ich tatsächlich die überraschende Zeit von 19,6 Sekunden fahren! Damit habe ich meine Zeit mit Fanatec deutlich verbessert. Besonders vor der Linkskurve vor dem Tunnel, wo man beim Einlenken sehr fein von der Bremse gehen muss, empfand ich die Pedale des T-GT II als ausgesprochen gut beherrschbar. Mit diesen Pedalen könnte ich die Zeit vielleicht auf 19,3 Sekunden oder sogar in den 18-Sekunden-Bereich drücken.

— aus demselben Video

Praxiseindruck und Fahrgefühl – die Erfahrungen aus 36 Videos eingeordnet

Wie „Leichtigkeit“ intuitives Fahren ermöglicht

Wenn ich das Fahrgefühl des T-GT II mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es „leichtfüßig“. Während sich die Direct-Drive-Sim-Racing-Lenkräder von Fanatec massiv und sehr nah am echten Auto anfühlen, zeichnet das T-GT II eine Leichtgängigkeit aus, die schnelle Eingaben ermöglicht.

Diese Veränderung beim Bediengefühl wirkte sich auch auf das Fahrzeugverhalten aus. Vor allem das Vibrieren im Lenkrad bei Untersteuern – also wenn das Fahrzeug trotz Lenkeinschlag nicht einlenkt – war sehr deutlich zu verstehen. Dadurch konnte ich die Fahrzeuggrenze leichter erfassen. So konnte ich auch Linien attackieren, an die ich mich bisher nicht herangewagt hatte.

— aus dem Picar-Kanal-Video „GT7: Schnellster Lenkrad-Timestrial

Dass das Vibrieren bei Untersteuern so deutlich nachvollziehbar ist, zeigt, wie gut Thrustmaster das Force Feedback abgestimmt hat. Ich kann das Verhalten am Limit direkt über das Lenkrad lesen und dadurch entscheiden, welche Angriffslinie sinnvoll ist.

Die Linearität der Pedale macht den „entscheidenden Unterschied“

Die eigentliche Stärke des T-GT II liegt auch in den mitgelieferten Pedalen. Auf den ersten Blick wirkt ein hartes Load-Cell-Pedal wie das Fanatec V3 vielleicht „ernsthafter“. Wenn es aber darum geht, in GT7 Zeiten zu fahren, bewerte ich die T-GT-II-Pedale als passender.

Vor allem mit den Pedalen des T-GT II lässt sich die Lastverlagerung beim Bremsen sehr linear kontrollieren. Dadurch kann ich beim Einlenken das Auftreten von Unter- oder Übersteuern fein dosieren und das Auto leichter so kontrollieren, wie ich es beabsichtige. Diese sensible Bremskontrolle hat im Time Attack wohl den entscheidenden Unterschied gemacht.

— aus demselben Video

Die lineare Kontrolle der Lastverlagerung als „entscheidender Unterschied“ ist der Schlüsselsatz meiner Bewertung des T-GT II. Dass ein Load-Cell-System nicht immer die beste Lösung ist, wird von vielen Sim-Racern übersehen.

Was hinter dem Konzept „für das Spiel optimiert“ steckt

Dass das T-GT II in GT-Titeln schnell ist, hängt mit einer anderen Designphilosophie zusammen. Durch die Entwicklung in Partnerschaft mit Polyphony Digital wurde es als optimale Lösung dafür geschaffen, das Fahrverhalten im Spiel zu nutzen.

In GT7 gibt es ein spezielles Verhalten, das von der realen Physik abweicht: Ein leicht rutschendes Auto kann schneller sein als eines mit vollem Grip. Das Bediengefühl des T-GT II passt nach meinem Eindruck zu einem Fahrstil, der solche spielspezifischen Eigenschaften aktiv nutzt, um Zeiten zu erzielen. Ob ein physikalischer Effekt realistisch ist oder nicht: Entscheidend ist die Einstellung, alle Phänomene der Spielwelt anzunehmen und sie für eine schnelle Zeit einzusetzen.

— aus demselben Video

Anders gesagt: In GT7 ist man schnell, wenn man mit einem auf die Physik von GT7 optimierten Sim-Racing-Lenkrad fährt. Wer höchste Priorität auf Realismus legt, greift zu DD1 / DD Pro; wer in GT7 Zeiten fahren möchte, zum T-GT II. Deshalb ergibt diese Aufteilung Sinn.

Eine konstante Stärke seit der GT-Sport-Ära

Schon vor dem Erscheinen von GT7, in der Zeit von GT Sport, stach das T-GT II in GT-Titeln heraus.

Eindruck vom T-GT II: Als ich anschließend das Thrustmaster T-GT II ausprobierte, war der Unterschied eindeutig. Das Force Feedback fühlte sich natürlich an, die Verbindung zum Auto war stärker und ich konnte tiefer in die Spielwelt eintauchen. … Fast als wäre es eigens für dieses Spiel gemacht, vermittelt es den Straßenbelag und den Gripzustand der Reifen sehr klar.

— aus dem Picar-Kanal-Video „Das aktuell stärkste Sim-Racing-Lenkrad? T-GT2 gegen DDPRO auf PlayStation 5

Im selben Video war beim DD Pro in GT Sport das Feedback von Straßenoberfläche und Untersteuern laut meiner Einschätzung nicht so gut greifbar wie beim T-GT II. Meine Analyse dazu: GT Sport war für Thrustmaster-Produkte optimiert. In GT7 verbesserte sich dies durch die offizielle Unterstützung für DD Pro, doch in GT Sport und älteren GT-Titeln bleibt das T-GT II weiterhin im Vorteil.

Auch mit Update 1.55 noch mein Hauptgerät

Auch mit dem GT7-Update 1.55 im Jahr 2026 setze ich das T-GT II weiterhin als zentrales Testgerät ein.

Hallo, hier ist Picar! Dieses Mal fahre ich die vier neuen Autos aus dem aktuellen Update 1.55 von Gran Turismo 7 (GT7) direkt nacheinander und gehe ihren Reizen auf den Grund. Im letzten Video sprach ich bereits über die Verbesserungen beim Fahrverhalten – besonders darüber, dass das Force Feedback des Sim-Racing-Lenkrads deutlich besser geworden ist. Dieses Mal konnte ich diese Entwicklung beim Fahren umfassend erleben. … Ich nutzte ein Thrustmaster T-GT II (TGT2) und fuhr ausführlich mit manueller Schaltung.

— aus dem Picar-Kanal-Video „[GT7] Update 1.55: Alle Autos auf einmal gefahren – Fahren macht einfach Spaß

Dass ich das T-GT II bei der Prüfung der neuen Fahrzeuge eines aktuellen Updates als Hauptgerät verwende, zeigt seine anhaltende Relevanz sehr klar.

Lohnt sich der Wechsel zum Nachfolger T598?

Das 2025 erschienene T598 ist Thrustmasters erstes Direct-Drive-Sim-Racing-Lenkrad. Für Nutzer des T-GT II stellt es einen realistischen Aufrüstungspfad dar.

Das Force Feedback des T598 ist feiner abgestuft als beim TGT2. Der Kraftaufbau, die Geschmeidigkeit beim Umsetzen rund um die Mittellage sowie die Kraftstufen beim Wechsel des Force Feedback von links nach rechts und das Ausbleiben von Ruckeln genau beim Wechsel: Insgesamt empfand ich das FFB als ausgesprochen geschmeidig und hochwertig. … Das T598 erinnert im Gefühl an das G923 (ein Sim-Racing-Lenkrad mit Riemenantrieb von Logitech), bietet aber ein noch direkteres Gefühl und eine stärkere Vibrationsübertragung. Insbesondere der Wechsel zwischen Unter- und Übersteuern ist sehr klar erkennbar – ein gutes Fahrgefühl, das eindeutig nach Direct Drive klingt.

— aus dem Picar-Kanal-Video „[GT7] Offizielle Unterstützung für T598! Ergebnis meiner Fahrverhaltensprüfung

Beim Wechsel vom T-GT II erhält man also den Schritt vom Riemenantrieb zu Direct Drive und ein feiner abgestuftes Feedback als beim TGT2. Praktisch ist aber zu beachten: Um vorhandene T-GT-II-Lenkräder am T598 zu verwenden, wird ein Adapter benötigt, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in Japan noch nicht erhältlich war.

Für wen es passt – und für wen nicht

✅ Empfehlenswert für

  • Fahrer, deren Haupttitel GT7 / GT Sport sind und die Ergebnisse im Time Attack priorisieren
  • Fahrer, denen der Spielspaß wichtiger ist als maximaler Realismus eines echten Autos
  • Fahrer, die ein leichtgängiges, intuitives Bediengefühl mögen
  • Fahrer, die die Sicherheit eines Produkts mit offizieller Partnerschaft zu Polyphony Digital schätzen
  • Fahrer, die Pedale für lineare Kontrolle der Lastverlagerung suchen

❌ Weniger geeignet für

  • Fahrer, deren Schwerpunkt auf anspruchsvollen PC-Simulationen wie iRacing / ACC / rFactor 2 liegt → CSL DD / DD Pro
  • Fahrer, die ein hartes Bediengefühl wie in einem echten Rennwagen suchen → Fanatec DD Pro / DD1 + V3-Pedale
  • Fahrer, für die maximales Drehmoment und Ansprechverhalten höchste Priorität haben → DD1 / DD Extreme
  • Besitzer eines T-GT II, die einen Austausch erwägen → Wechsel zum T598 als Entwicklung hin zu Direct Drive prüfen

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Häufige Fragen

F1. Was ist schneller: T-GT II oder DD Pro?

A. Für GT7 / GT Sport wird das T-GT II als leichter zu schnellen Zeiten fahrbar bewertet. Auch in meinem direkten Time-Attack-Vergleich mit dem DD1, dem höher positionierten Modell gegenüber DD Pro, lag das T-GT II mit 19,6 Sekunden deutlich vor dem DD1 mit 20,4 Sekunden. Bei Realismus und Force-Feedback-Auflösung sind Direct-Drive-Sim-Racing-Lenkräder überlegen; für das Ziel, schnell zu fahren, passt das T-GT II jedoch besser.

F2. Warum ist ein Riemenantrieb schneller als Direct Drive?

A. Die „Leichtigkeit“ von Lenkrad und Pedalen ermöglicht intuitive Eingaben, während die lineare Kontrolle der Lastverlagerung über die Pedale die Bremspräzision verbessert. Dahinter steht ein Konzept, das gut zur Physik von GT7 und ihren speziellen Eigenheiten – etwa dass leichtes Rutschen schneller sein kann – passt und in Partnerschaft mit Polyphony Digital ausgearbeitet wurde.

F3. Kann ich es auch für PC-Simulationen wie iRacing / ACC verwenden?

A. Ja, aber seine eigentliche Stärke spielt das T-GT II in GT-Titeln aus. Wer hauptsächlich anspruchsvolle PC-Simulationen fährt, erhält mit den Direct-Drive-Modellen CSL DD / DD Pro die bessere grundlegende Qualität beim Fahrgefühl.

F4. Sollte ich T598 oder T-GT II wählen?

A. Bei einem Neukauf ist das T598 als Schritt zu Direct Drive eine Option, die man prüfen sollte. Das T-GT II bleibt für bestehende Nutzer eine starke Wahl. Wer neu kauft, sollte vor der Entscheidung Preis und Kompatibilität mit dem T598 vergleichen.

F5. Sollte ich die mitgelieferten Pedale gegen Load-Cell-Pedale tauschen?

A. Wenn das Ziel schnelle Zeiten in GT7 sind, können die mitgelieferten Pedale vollkommen ausreichen. Der Vorteil der linearen Lastverlagerungskontrolle kann bei einem Load-Cell-System verloren gehen. Gerade in einer Physik wie der von GT7 empfinden manche Fahrer Potentiometer-Pedale als leichter wie einen Controller bedienbar – und fahren damit sogar bessere Zeiten. Beim Wechsel zu anspruchsvollen Simulationen wie iRacing sollte man eine Load-Cell-Lösung gesondert erwägen.

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